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Schröpfen

Schröpfen ist ein altes Therapieverfahren und wird in der Alternativmedizin eingesetzt. Schröpfen zählt zu den sogenannten ausleitenden Verfahren, - bei denen Gifte aus dem Körper geleitet werden. Schröpfen gehört auch zu den Reiztherapien, wie z. B. der Fußreflexzonenmassage. Schröpfen kann in drei Formen angewandt werden: das blutige Schröpfen, trockene (unblutige) Schröpfen sowie die Schöpfmassage.

Beim trockene Schröpfen wird ein Vakuumglas (Schröpfkugel) für einen längeren Zeitraum auf der Haut belassen, bis eine starke Durchblutung sichtbar wird. Durch das Aufsetzen des Glases mit Saugball oder das Feuerschröpfen entsteht ein Unterdruck auf der Haut. Hierbei entsteht ein Bluterguss, der beim Schröpfen aber erwünscht ist und sich innerhalb weniger Tage von alleine wieder abbaut.

Häufig setzte ich Schröpfen auch begleitend zur Akupunktur ein.

Wann wird das Schröpfen oder die Schröpfmassage eingesetzt?

Das trockene Schröpfen wende ich bei Bedarf bei folgenden Symptomen an:

  • zu Beginn einer Erkältung
  • bei Schmerzen und rheumatischen Beschwerden
  • bei einem Karpaltunnelsyndrom oder Tennisellenbogen

Das blutige Schröpfen setzte ich häufig bei einem sogenannten Füllesyndrom ein, das bedeutet, das ein Zuviel an Energie abgeleitet werden muss.

Die Schröpfmassage ist wirksam bei Schulter- und Nackenverspannungen, bei Schmerzen im unteren Rückenbereich und bei Kniegelekenkbeschwerden.

Bei empfindlicheren Menschen habe ich  gerade mit der Schröpfmassage sehr gute Erfahrungen gemacht, weil sich bei dieser Art des Schröpfens die Intensität besser regulieren lässt.

Schröpfen – © Petra Noll
Schröpfen – © Petra Noll

Welche Wirkungen können durch das Schröpfen erzielt werden?

Durch Schröpfen wird die Durchblutung stark gefördert. Schröpfen wirkt ebenfalls schmerzlindernd. So lassen sich Verspannungen reduzieren und das Immunsystem wird stimuliert.

Bei Entzündungen, offenen Wunden und Hauterkrankungen kann Schröpfen nicht eingesetzt werden.

Wie verläuft eine Behandlungssitzung?

Beim trockenen Schröpfen, z. B. nach einer Akupunkturbehandlung setze ich Schröpfgläser mit einem abgerundeten Rand in verschiedenen Größen ein. Wie lange die Schröpfgläser auf der Haut bleiben, ist von den jeweiligen Beschwerden abhängig. Die Dauer kann von 10 - 20 Minuten variieren. Nach Abnehmen der Schröpfgläser bleibt meist ein Bluterguss zurück.

Schröpfmassage setze ich häufig bei Schulter,- Nacken,- und Rückenbeschwerden ein. Oft sind es Bereiche mit einer verminderten Durchblutung. Vor der Schröpfmasssage wird ein durchblutungsförderndes oder schmerzstillendes Massageöl eingesetzt. Das aufgesetzte Schröpfglas, (mit einem Gummiball für die Erzeugung des Unterdruckes) wird bei der Massage über die verspannten Körperpartien gezogen. Die Schröpfmassage erzeugt eine stärkere Durchblutung als herkömmliche Massageformen.

Im Normalfall empfehle ich das trockene Schröpfen oder die Schröpfmassage 1-2 Mal pro Woche.

Die geschröpften Körperpartien sollten dann zu Hause am selben und darauffolgenden Tag noch mit einem durchblutungsfördernden Öl eingerieben werden, was die Verspannungen noch zusätzlich verringert. Zudem sollte nach der Behandlung zu Hause etwas ausgeruht und viel Flüssigkeit getrunken werden.

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