WAS IST LYMPHDRAINAGE?

Was ist Lymphdrainge?

Lymphdrainge ist eine spezielle Massagetechnik, die mit Spezialgriffen, wie Pumpgriffe, Schöpfgriffe und Verschiebetechniken, angestaute Lymphflüssigkeit im Körper bewegt. Sie wird mit sehr leichtem Druck angewandt und wirkt im Haut und Unterhautbereich. Die Lymphflüssigkeit kann so besser aus dem Gewebe abfließen. Lymphdainage wirkt nicht wie bei einer klassischen Massage durchblutungsfördernd und lockernd auf die Muskulatur.

Der Däne Dr. Vodder arbeitete schon in den 30er Jahren mit dieser Massagetechnik und entwickelte die Grifffolgerungen sowie den Indikationskatalog. Zusammen mit dem deutschen Arzt Dr. Asdonk entwickelte er die Technik in den 60er Jahren weiter. 1972 entstand die erste lymphologische Fachklinik am Feldberg im Schwarzwald. Kurze Zeit später wurde aufgrund der Forschungen die Lymphdrainage von den Krankenkassen anerkannt.

Eingesetzt wird die Manuelle Lymphdrainage überwiegend in der Ödem und Entstauungstherapie. Das Wort Ödem stammt aus dem griechischen und bedeutet, Schwellung oder Geschwulst und bezeichnet eine Ansammlung wässriger Flüssigkeit im Gewebe, z.B. in der Haut oder Schleimhaut.

Indikationen für die manuelle Lymphdrainage sind u.a. primäre und sekundäre Lymphödeme (z.B Ablatio mammae, mit Entfernung der axillären oder inguinalen Lymphknoten), Phelbödeme (venöser und postthrombotischer Art), rheumatische Ödeme (z.B. Carpaltunnelsyndrom, Bursitis, Periarthritis), traumatische Ödeme (z.B. Distorsionen, Muskelfaserriss), chronisch entzündliche Erkrankungen (z.B. chron. Bronchitis, chron. Sinusitis, chron. Tonsillits), Lipödeme, ideopatische Ödeme, Fibromyalgie und Sklerodermie.

Ebenso wird die Therapie z.B. nach Operationen zur Narbenentstörung eingesetzt. Sehr vorteilhaft erweist sich die Lymphdrainge zur Vor- und Nachbehandlung von Schönheitsoperationen jeglicher Art, hier kann die Wundheilung wesentlich verbessert werden. Die Behandlung sollte im Fall einer Liposcuktion zweimal pro Woche durchgeführt werden. Zusätzlich zu der Lymphdrainage wird eine Kompressionsmethode, wie bandagieren oder das Tragen von Stützstrümpfen empfohlen. Trotz der vielen Anwendungsmöglichkeiten der Lymphdrainage sind auch Kontraindikationen zu beachten. Zu diesen zählen:

Das Lymphsystem

Das Lymphgefäßsystem ist ein aus feinen Gefäßkanälen bestehendes System, dass ein wichtige Aufgabe neben dem Blutsystem im menschlichen Körper hat. Neben dem Transport von Nähr- und Abfallstoffen, werden in den Lymphknoten auch Bakterien und Fremdkörper abgebaut. Neben diesen Entsorgungsaufgaben dient das Lymphsystem als Transportweg für die Zellen des Immunsystems, welches für unsere Abwehrkräfte verantwortlich ist.

Lymphknoten

dienen als Filterstation für die Lymphe. Sie sind im Normalfall ca. 5-10 mm groß, haben eine ovale Form und sitzen in verschiedenen Bereichen im Körper, z.B. am Kopf und Hals, in der Achsel, in der Bauchregion und in der Leiste. Die Lymphknoten können bei Erkrankungen besonders im Hals und Leistenbereich anschwellen, druckempfindlich und schmerzhaft werden. Bei länger bestehenden Lymphknotenschwellungen (länger als 3 Wochen) sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Die Aufgabe der Knoten ist die Abwehr von Krankheitserregern und Fremdstoffen. Zu diesem Zweck bilden sie eine bestimmte Art von weißen Blutkörperchen, die sich vorwiegend im lymphatischen System aufhalten.

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