MASSAGE - GESCHICHTE UND TECHNIKEN

Massage-Geschichte

Der Ursprung der Massage findet sich wahrscheinlich in Asien oder Afrika. Sie gilt als eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. 2600 v.Chr. gab es bereits erste Erwähnungen von Massagegriffen von dem Chinesen Huang Di. Auch in Indien wurde die Massage als Behandlungsform in Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern beschrieben. In Europa wurde die Massage durch den griechischen Arzt Hippokrates bekannt. Sie findet jedoch erst richtige Anerkennung im 16. Jahrhundert durch den Alchimisten Paracellsus und den Franzosen Ambroise Paré.

Die klassische oder schwedische Massage ist auf den Schweden Pehr Henrik Ling, der zuvor Gymnastiklehrer war, zurückzuführen. Er entwickelte die Handgriffe, wie Drücken, Reiben und Walken. Die Weiterentwicklung verdanken wir dem Amsterdamer Arzt Mezger. Seitdem ist die Massage in der Medizin nicht mehr wegzudenken.

Die klassische Massage ist medizinisch anerkannt und wird von Masseuren, Heilpraktikern und Physiotherapeuten ausgeübt. Es gibt die Unterscheidungen Ganz- und Teilkörpermassage. Massage beider Arme, Beine oder Rücken mit Nacken gehören zur Teilkörperbehandlung. Werden mehrere Körperteile massiert, sprich, Rücken, Arme, Beine, Füße und Gesicht, ist die Rede von einer Ganzkörpermassage.

Die Teilkörpermassage dauert in der Regel 30 min. und die Ganzkörpermassage 45 bis 60 min. Es werden verschiedene erlesene Öle, z.B. Arnica, Lavendel, Johanniskraut, Zitrus, Calendula oder Rosenöl benutzt. Bei empflindlicher Haut empfiehlt sich ein Mandelöl oder Öl ohne Duftstoffe. Die Öle haben je nach Zusammensetzung eine wärmende, anregende, beruhigende, durchblutungsfördernde oder erfrischende Wirkung.

Techniken der Massage

Bei der klassischen Massage werden verschiedene Grifftechniken eingebaut, die eine bestimmte Wirkung erzielen sollen:
Streichung (Effleurage) wird meist zu Beginn und am Ende der Massage eingesetzt, sie wirkt beruhigend und entspannend. Mit ihr wird auch das Massageöl auf dem Körper verteil.
Knetung (Petrissage) Die Haut und Muskeln werden mit Daumen-, Zeige- und Mittelfinger oder der ganzen Hand geknetet, was eine Durchblutung der Muskulatur bewirkt. Sie fördert eine Lockerung der Muskulatur.
Reibung (Friktion) Hier werden mit den Fingerspitzen oder Handballen kreisende Bewegungen auf dem Muskel ausgeführt, was sehr effektiv bei Muskelverspannungen wirkt.
Klopfung (Tapotement) Klopfungen werden mit der flachen Hand oder der Handkante durchgeführt, diese Technik wirkt belebend und dient zur Tonusregulierung.
Erschütterung, Zittern (Vibration) Die Vibration, die mit Zeigefingern oder der flachen Hand durch den Therapeuten ausgeführt wird, wirkt auf das tiefergelegene Gewebe und soll die Muskeln entkrampfen.

Indikationen

Massagen werden angewandt bei Muskelverspannungen- und Verhärtungen sowie bei Erkrankungen der Wirbelsäule. Auch im neurologischen Bereich z.B bei Spastiken, Paresen und Neuralgien bewirken Massagen positive Ergebnisse. Massagen sind aber auch einfach nur bei stressbedingten Beschwerden eine Wohltat und tragen zur Entspannung bei.

Kontraindikationen

Bei offenen Wunden, Thrombosen, entzündlichen Hauterkrankungen und starken Krampfadern sind Massagen kontraindiziert.

Dorn Therapie

Zu Beginn der Behandlung steht die Überprüfung der Beinlängen und evtl. der Ausgleich einer vorhandenen Beinlängendifferenz. Viele Menschen haben unterschiedlich lange Beine. Die daraus resultierenden Beschwerden können Hüftgelenks-und Rückenschmerzen sein. Im Anschluss an die Beinlängenkorrektur werden die Beckenknochen, das Kreuzbein und die Wirbel überprüft, und wenn nötig, ebenfalls korrigiert.

Die Fehlstellungen der Wirbel werden mit sanftem seitlichen Druck auf die Dornfortsätze wieder eingerichtet und somit in ihre ursprüngliche Position zurückgeschoben. Bei dieser Korrektur arbeitet der Patient aktiv mit, indem zum Beispiel die Arme geschwungen werden. Dies geschieht fast nahezu schmerzfrei. Bänder und Muskeln werden nicht überlastet. Bei der Dorn-Therapie bekommt der Patient Übungen, die leicht auszuführen sind, mit nach Hause, um das Ergebnis zu stabilisieren.

Kontraindikationen sind:

Breuss Massage

Zur Vorbereitung auf die Wirbelkorrektur nach Dorn wird die Breuss Massage angewandt. Sie beinhaltet sanfte Streichungen und Dehnungen, wirkt sehr entspannend und energetisierend auf die verspannte Rückenmuskulatur. Man geht davon aus, dass die Ursache für Schmerzen an der Wirbelsäule häufig in einer Unterversorgung der Bandscheiben zu suchen ist. Warmes Johanniskrautöl wird in den Körper einmassiert. Es hat eine beruhigende Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Am Ende der Massage wird ein Seidenpapier auf den Rücken gelegt, damit sich die wohltuende Wärme und die Wirkstoffe des Johnanniskrautöles voll entfalten können.

Auch ohne Rückenbeschwerden ist die Breuss Massage eine Wohltat für Ihren Rücken und eine gute Methode zur Vorbeugung gegen Schmerzen.

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